Puerto Rico
Am Ende unserer Atlantiküberfahrt stand Puerto Rico. Ein Ort den viele wohl eher vom Namen her kennen und vielleicht noch knapp wissen, dass es irgendwo in der Karibik liegt. Puerto Rico ist tatsächlich aber kein eigenständiges Land, sondern ein Teil der USA. Ein komischer Teil. Puerto Rico ist nämlich kein Bundesstaat, sondern eine Kolonie. Ja, richtig gelesen: Eine Kolonie. Auch für sowas ist sich die selbsternannte Demokratie Nr. 1 und Polizistin der Welt nicht zu schade. Puertoricaner:innen erhalten zwar einen US-Amerikanischen Pass. Jedoch können sie nicht an der Präsidentschaftswahl teilnehmen, ihre Regierung wird grösstenteils von der USA bestimmt und auch über ihr Budget haben die Menschen hier keine Entscheidungsgewalt. Wer auch immer im Weissen Haus sitzt bestimmt praktisch über die Karibikinsel und ihre Bewohnenden. So hat uns das unsere puertoricanische Kollegin Vianca, die wir bei unserem Dive Master in Utila kennengelernt hatten, erzählt.
Dennoch kann man die USA beinahe verstehen, Puerto Rico hat nämlich viel zu bieten (nur schon aus unserer Touristenperspektive). Da ist einerseits mal die Hauptstadt San Juan, die mit ihrer kolonialistischen Prägung wirklich hübsch ist. Ein Weg schlängelt sich der Küste nach, wo die alten Stadtmauern direkt ans Meer grenzen. Das alte Fort wurde noch bis im 2. Weltkrieg als militärischer Stützpunkt genutzt.
Lange hielt es uns aber natürlich nicht in der Stadt. Wir mieteten ein Auto um die Insel zu entdecken. Oder zumindest das, was in der kurzen verfügbaren Zeit möglich war. Auf unserem 3 Tägigen Roadtrip erkundeten wir die wunderschöne Natur Puerto Ricos. Wir paddelten mit unserem Packraft (welches wir für unser Abenteuer in Patagonien mitbrachten, aber dazu ein Andermal mehr) bei Sonnenuntergang mutterseelenallein auf einer Lagune umher. Dies lange bevor hunderte von anderen Touristen kamen, um das Spektakel von mit Biolumineszenz leuchtendem Wasser zu bewundern. Bei unserer Wanderung im Bergigen und von Regenwald bedeckten Hinterland verzogen sich die dichten Wolken exakt in dem Moment als wir oben auf dem Gipfel ankamen und gaben die Aussicht bis hinunter zum Meer frei. Und als uns die karibischen Temperaturen zu heiss wurden kühlten wir uns mit einem Schwumm in einem der vielen, wunderschön in Mitten des Regenwald gelegenen Flüsse ab. Das war Puerto Rico für uns: Ein weiterer interessanter Stopp auf unserer Reise bei dem wir etwas mehr über die Politik der USA gelernt haben und ein weiteres Stück wunderschöne Natur erkunden durften.










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